07.07.2015 J. Dammann: Schmerzlicher Abschluss

jedaDie Mitglieder der AfD haben entschieden. Sie wollten endlich Ruhe in der Partei haben und endlich zur politischen Arbeit zurückkehren.
Bernd Lucke hat sich selbst einen schmerzlichen Abschluss herbeigeredet. Seine Rede zum Rechenschaftsbericht hatte nichts mit einem Rechenschaftsbericht zu tun, sondern war in Teilen eine Hetze gegen viele Mitglieder der AfD-Basis. Es kam wiederholt zu Nadelstichen gegen die Mehrzahl der Mitglieder und zu politischen Äußerungen, die nicht mehr von diesen getragen bzw. verstanden wurden. Wer so gegen seine eigene Basis agiert, muss sich nicht wundern, dass die Mitglieder dann final – auch nach den in der letzten Woche aufgedeckten Machenschaften des WECKRUFES – den Stecker ziehen. Ich selbst war bis Mitte 2014 ein glühender Anhänger von Bernd Lucke. Das habe ich ihm auch persönlich mitgeteilt!
Aber seitdem haben er und Hans-Olaf Henkel sich sukzessive von unserer AfD aus 2013 und den Mitgliedern entfernt. Er hat immer mehr rote Linien eingezogen, die aus der Ex-AfD eine Schmalspur AfD-2015 (CDU/FDP kompatibel) gemacht haben. Dies hat die große Mehrheit der Mitglieder nicht mehr akzeptiert! Weil es einigen wenigen Funktionsträgern um Bernd Lucke nicht gelang, mit Hilfe der ungefähr 3.000-4.000 Gefolgsleute eines obskuren Vereins namens „Weckruf 2015“ den übrigen 19.000 Mitgliedern der AfD ihren Willen aufzunötigen, erklären die Unterlegenen ihre eigene Partei kurzerhand zu einer „NPD im Schafspelz“. Wohlgemerkt ganz viele Mitglieder aus der Gründungszeit wurden offensichtlich über Nacht zu Nazis!  


Noch nie in der bundesdeutschen Parteiengeschichte, hat ein Parteivorsitzender mit seinem Austritt gedroht, weil er zuvor im Rahmen einer demokratischen Abstimmung einem anderen Kandidaten unterlegen ist.

Dagegen waren die Reden der anderen Vorstandsmitglieder integrierend und versöhnlich. Wir hatten am Sonntag einen harmonischen PT, ein Gefühl, das man schon gar nicht mehr kannte! Für viele waren diese konstruktive Zusammenarbeit aller Mitglieder mit dem Buvo wie eine Neugeburt; fast nicht zu beschreiben, weil irgendwie schon verlernt! Es gibt jetzt nur noch eine ROTE LINIE und das ist die freiheitlich demokratische Grundordnung (FDGO). Innerhalb dieses Bereiches darf wieder über alles diskutiert werden! DAS IST NEU! Der Maulkorb ist entfallen!
 
Die Presse und auch der WECKRUF werden vermutlich noch ein paar Wochen über die „neue AfD“, bei der wir keinen schädlichen Rechtsruck erkennen können (siehe Personalauswahl), negativ und verfälscht berichten. Da muss die AfD jetzt durch. Der AfD wird es gelingen, sich nun als echte politische Alternative zu den Altparteien aufzubauen, sich als die einzige politisch wirksame Kraft gegen Euro-Desaster, EU-Diktatur, Islamisierung und Massenimmigration zu etablieren, die historische Chance, weite Teile der Nichtwähler zu gewinnen – und kann bei der kommenden Bundestagswahl auf Anhieb 20-30 Prozent der Nichtwählerstimmen erhalten. Allein diese reale Aussicht hat sie ab heute zur größten Gefahr für die Altparteien werden lassen. Wir werden sehen, wie diese in der Folge nun versuchen werden, mit Scheinlösungen zur Islamisierung und Massenimmigration der AfD das Wasser abzugraben. Wir werden insofern erleben, wie die vereinten, sozialistisch dominierten Medien versuchen werden, die AfD als rechtspopulistische Partei darzustellen. Doch die Zeiten haben sich geändert, der Nazihammer hat seine Wirkung weitestgehend verloren.
Nun werden endlich die in vielen Reden aufgezeigten programmatischen Schwerpunkte von der Partei beackert und in den Vordergrund gestellt. Jetzt beginnt endlich auf allen Ebenen die Arbeit, für die wir alle angetreten sind! Die AfD aus 2013 ist wieder hergestellt und viele Gründungsmitglieder von damals sind nun im neuen Buvo vereint!
 
Zu Bernd Lucke:
Es ist wirklich schade, dass ein Mensch sein eigenes Lebenswerk über viele Monate sukzessive selbst zerstört hat. Als ehemaliger Wegbegleiter fragt man sich warum?

Als letztes Negativbeispiel sei sein Störversuch am Sonntag bei den Wahlen genannt. Er gab während der Vorstellungsrunde der Schatzmeisterkandidaten ein Interview im hinteren Teil des Saales und verursachte einen Tumult. Der Parteitag musste extra unterbrochen werden und Bernd Lucke mit der Security aus dem Saal begleitet werden. Warum? Dieser Abgang konnte schlimmer nicht sein. Er wurde von Bernd Lucke leider selbst initiiert!

Wir von der AfD wünschen Bernd Lucke für seine persönliche Zukunft alles Gute und danken für die gemeinsam geleistete Aufbauarbeit, bedauern aber seine Wahl des Abgangs!

Jens Dammann, stellv. Vorsitzender des AfD Kreisverbandes Stade

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