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„Gerade jetzt:

Die AfD für Niedersachsen!“

Dr. Nicolaus Fest war zu Gast in der Malerschule in Buxtehude. Vor rund 50 Besuchern unternahm er einen Ausflug in die verschiedenen Parteiprogramme zur Landtagswahl in Niedersachsen. Themen wie z.B. Digitalisierung der Schulen hält er für zweitrangig, solange wesentliche andere Punkte nicht mehr gewährleistet sind, wie die innere Sicherheit als Basisaufgabe des Staates und die Wiederherstellung des Rechtsstaates. In Berlin bekommt man bei Anrufung eines Gerichtes den Ersttermin in 2019/2020. Dies mag daran liegen, dass die Gerichte durch Asylverfahren völlig überlastet sind (s. HIER).

 Dr. Fest wurde 1962 geboren, ist aufgewachsen in Hamburg und Frankfurt / Main. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft, gefolgt von Referendarzeit, 2. Examen und Promotion, arbeitete er zunächst einige Jahre für das Auktionshaus Sotheby’s, dann für die Verlage Ebner Pressegesellschaft und Gruner + Jahr, von 2001 an für Axel Springer. Dort lange in der Chefredaktion von BILD, später bis zum Oktober 2014 als stellvertretender Chefredakteur der BILD am SONNTAG. Seitdem arbeitet er als freier Publizist.

Die Direktkandidaten der AfD für die Landtagswahl, Anke Lindszus und Dennis Detje, stellten sich vor.

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AZF Blau 2 250 Der Einladung zu einem öffentlichen Bürgerforum waren am 16.11.2016 rund 50 Interessierte gefolgt. In einem Kurzvortrag ging die Referentin Astrid zum Felde, stellv. Landesvorsitzende und Kreisvorsitzende, auf die Frage ein, wie es um die Souveränität der Bundesrepublik Deutschland bestellt ist. Die Antwort hierauf ist nicht akademisch, sondern beeinflusst unser Leben in vielen Bereichen; Stichworte sind hier z.B. Überwachung, US-Truppen, Atomwaffen, Goldvorräte. Ferner wurde das Thema Grundgesetz/Verfassung angerissen, insbesondere der Artikel 146 des Grundgesetzes:

"Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist." GG146

Für Eilige: Phoenix-Interview Foschepoth Nov. 2013 (4:14 Min.)

Prof. Dr. Foschepoth ist Historiker, Lehrstuhl für neuere und neueste Geschichte in Freiburg

  

 Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der angeprochenen Themen mit weiterführenden Links

Weiterlesen: 16.11.2016 Kurzvortrag Souveränität/Grundgesetz

2015-01-13 Daogbo 1Am Vortragsabend des AfD Kreisverbandes Stade am 13.1.2016 zum Thema "Wege aus der Flüchtlingskrise" nahmen ca. 65 Interessierte teil. Wegen Krankheit des Referenten Achille Demagbo wurde sein Vortrag als Video vom Dezember 2015 gezeigt:

Herr Demagbo ist 35 Jahre alt und kam vor elf Jahren zum Zweck des Studiums aus dem westafrikanischen Benin nach Deutschland. Er ist Linguist und Dolmetscher/Übersetzer. Im März 2013 trat er in die AfD einund ist nun 1. Beisitzer im AfD Landesvorstand Schleswig-Holstein, Landesbeauftragter für Migrations- und Integrationspolitik und Kreisvorsitzender der AfD Kiel.

 

Link zum VORTRAG

Weiterlesen: 14.01.2016 Vortragsabend "Wege aus der Flüchtlingskrise"

Der sächsische Landtagsabgeordnete Carsten Hütter war am Mittwoch Abend zu Gast im AfD Kreisverband Stade. Er ist u.a. Mitglied der Parlamentarischen Kontrollkommission des sächsischen Landtages sowie des NSU-Untersuchungsausschusses. In seinem Vortrag erläuterte er zunächst allgemein die Aufgaben der Geheimdienste  (HIER) und der Polizeibehörden.

Deutschland hat drei große Geheimdienstbereiche:

BND - Auslandsgeheimdienst

MAD - militärischer Geheimdienst

Verfassungsschutz - Inlandsgeheimdienst

Wobei der Verfassungsschutz unterteilt ist in das Bundesamt für Verfassungsschutz und die Landesämter für Verfassungsschutz. Die Geheimdienste werden ergänzt durch das Bundeskriminalamt (BKA) und die jeweiligen Landeskriminalämter (LKA) in den Bundesländern, die sich u.a. mit der Verbrechensbekämpfung im Bereich der organisierten Kriminalität, Drogendelikten, Falschgeld, etc. befassen. Bzgl. der Koordination und Kommunikation zwischen den Diensten und Behörden stellte Herr Hütter fest, dass hier ein erhebliches Verbesserungspotential besteht. So wurde z.B. eine Wohnung im NSU-Umfeld von zwei verschiedenen Behörden gleichzeitig beobachtet.

In seinen Ausführungen zum NSU machte Herr Hütter deutlich, dass die Entwicklung des NSU-Trios, welches aus dem rechtsextremen “Thüringer Heimatschutz” hervorging, zumindest mittelbar vom Verfassungsschutz unterstützt wurde. Die Einschleusung und Finanzierung einer großen Anzahl von V-Leuten, die hier ohne Konsequenzen kriminelle Handlungen ausführen konnten, wirft Fragen auf (s. HIER). Zudem befanden sich bei mehreren NSU-Morden V-Leute in unmittelbarer Nähe des Tatortes während der Tatzeit.

Der Verfassungsschutz behindert die Arbeit der Untersuchungsausschüsse mit aller Kraft und mit Rückendeckung des Bundesinnenministeriums. So wurden nicht nur Akten gezielt vernichtet, sondern auch wichtige Ermittlungsergebnisse den Ausschüssen vorenthalten.

Kurz nach der Explosion ihrer Wohnung wurde Frau Zschäpe von einem Polizisten per Diensthandy angerufen. Inhalt des Gespräches und Anrufer lassen sich bis heute nicht ermitteln, da sich 10 Polizisten (!) ein Handy teilten. Auch die Todesumstände von Uwe Böhnhard und Uwe Mundlos in einem brennenden Wohnwagen sind dubios. Die zuerst eintreffenden Feuerwehrleute berichteten, sie seien direkt nach dem Einsatz angewiesen worden, zu schweigen. Sie hätten sofort ins brennende Wohnmobil eindringen wollen, seien aber von der Polizei daran gehindert worden. Später, als das Fahrzeug gelöscht war, hätten sie zwei Personen im Wohnmobil gesehen, die anders lagen, als auf den Polizeifotos vom Tatort. Die Einsatzbeamten, die als erste beim Wohnmobil waren, berichteten, sie hätten darin keine Waffen gesehen. Laut Staatsanwaltschaft wurden im Wohnmobil dagegen mehrere Waffen gefunden, darunter die Dienstwaffen der ermordeten Polizistin Michèle Kiesewetter und ihres angeschossenen Kollegen.

Zu all den “Ungereimtheiten” kommt ein rätselhaftes “Zeugensterben”, der letzte plötzliche Todesfall ereignete sich vor wenigen Wochen (s. HIER). Besonders spektakulär ist der Tod eines jungen Mannes, der sich auf dem Weg zur Zeugenaussage angeblich selbst in seinem Auto verbrannte. Nur einen Tag später wollte die Polizei sein ausgebranntes Auto verschrotten. Die Geschwister verhinderten dies und fanden darin Schlüssel, Laptop, Waffen, eine Machete und Tabletten, die die Polizei weder beschlagnahmt noch untersucht hatten.

 

Fazit des Referenten Hütter: Eine Reform des Verfassungsschutzes ist nötig!

 

Als Zuhörerin des Vortrages frage ich mich, ob sich das Verhalten des Verfassungsschutzes noch mit der Vertuschung von evtl. Fehlleistungen oder Irrtümern erklären lässt. Nach meiner Ansicht zeigt sich hier eine staatliche Schwerkriminalität, die sich jeglicher parlamentarischen Kontrolle entzieht und die angebliche Existenz unseres Rechtsstaates einmal mehr in Frage stellt. Hier besteht dringender Handlungsbedarf!

 

Eine DOKUMENTATION auf 3sat verdeutlicht dies sehr eindrucksvoll.

 

PS: Das Stader Tageblatt ergänzte die Pressemitteilung des AfD Kreisverbandes Stade: 'Der Katholik und Vater von fünf Kindern (Carsten Hütter) sagt: „Jugendliche Flüchtlinge brauchen keine Familien.“' Leider hat man hier „vergessen“ zu erwähnen, dass er dabei (wie explizit angegeben) Rupert Neudeck zitiert, den Gründer der Flüchtlingshilfsorganisation Cap Anamur. Nachzulesen zum Beispiel in der Rheinischen Post online vom 09. Februar 2016 (HIER). Mit dem abschließenden Satz "Weitere Informationen gibt’s im Internet." überlässt das Tageblatt seinen Lesern die Recherche. Das nennt man dann wohl "Qualitätsjournalismus"?

 

Astrid zum Felde, Vorsitzende des AfD Kreisverbandes Stade

Herr Dr. Ulrich Steiner, Physiker, hielt einen Vortrag zu

Gentechnik und Biotechnologie

Einsatz in Pharmazie und Landwirtschaft. Und der politische Kontext.

Die Gentechnik ist aus der Pharmazie nicht mehr wegzudenken, und hat früher undenkbare medizinische Behandlungen und diagnostische Verfahren heute zur Routine gemacht. Sie hat auch in der Landwirtschaft weltweit große Erfolge, aber genau da ist sie auch zu einem der großen Angstmacher geworden. Insbesondere in Deutschland überwiegt die Ablehnung.

Wir schauen uns diese großen Einsatzbereiche, einschließlich der Gentherapie, an. Dabei richten wir den Blick auch auf besondere Problemfelder, wie hohe Kosten, begrenzte Produktionskapazität, ethische Implikationen, und den politischen Kontext.

Ein paar Grundlagen von Gentechnik, Medizin, Vererbung und Erbkrankheiten werden dargestellt, um die Konzepte und Verfahren der biotechnologischen Herstellung von gentechnischer Medizin verständlich zu machen. Beispiele werden Diabetes, die Bluterkrankheit (die „königliche Krankheit“), und weitere sein. Die Erkenntnis von Unzulänglichkeiten dieser Herstellungsverfahren wird verständlich machen, warum die Pharmazie auf der Suche nach Lösungen zur Heilung bisher unheilbarer Krankheiten zu transgenen Tieren und transgenen Pflanzen gekommen ist.

Von transgenen Pflanzen, in denen Medizinprodukte hergestellt werden kommt man leicht auf Ansätze für Essbare Impfstoffe sowie Pflanzen mit gesundheitsfördernden Nutraceuticals, was unter den Pflanzenzüchtern als OutputTraits bezeichnet wird. Goldener Reis gehört dazu, und auch Raps mit Omega-3 Fettsäuren.

Input Traits sind die Dinge, an die man gemeinhin denkt, wenn man über gentechnisch veränderte Pflanzen spricht, also Resistenz gegen Insekten und Viren, oder Resistenz gegen Unkrautvernichtungsmittel. Zu diesen Techniken wird das Risiko im Vergleich mit den klassischen Züchtungen diskutiert werden.

Mehrere auch der hier vorgestellten Ansätze sind gescheitert – nichts Ungewöhnliches wenn man wissenschaftliches Neuland betritt. Wird das auch für die neueste umwälzende Technologie in der Gentechnik, CRISPR, gelten, die einen Nobelpreis – vermutlich noch in diesem Jahr – zu einer in Deutschland arbeitenden Forscherin bringen wird?

Diese neue Technik wird auch Eingriffe in das Genom des Menschen möglich machen.

Es wird vermutlich verwundern, aus welcher politischen Ecke bereits der Wunsch nach gentechnischer Züchtung von neuen Menschen gekommen ist.

Über den Referenten:

Dr. Ulrich Steiner ist Physiker mit Diplom in Kernphysik. Seine Promotion erlangte er in der Krebsforschung mit einem biophysikalischen Thema. Über zwei Jahrzehnte lang arbeitete er dann in der Human-Pharmazeutischen Biotechnologie in Forschung, Entwicklung, Produktion und Planung, und ist an vielen der im Vortrag behandelten Dinge selbst aktiv beteiligt gewesen oder hat sie gar initiiert. Für Authentizität ist also gesorgt.

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